Privatpraxis für Innere Medizin Dr. Petro Bannout
Im Folgenden möchte ich Ihnen häufig gestellte Fragen (FAQ) beantworten
Allgemein
Jeder Patient, der seine Gesundheit aktiv und selbstbestimmt in die Hand nehmen will, großen Wert auf eine ausführliche Arzt-Patienten-Beziehung und auf hochmoderne High-End-Technik in der Diagnostik legt, ist bei mir jederzeit herzlich willkommen! Sie kennen es vielleicht auch – in der bestehenden Gesundheitsversorgung kommen viele wichtige medizinische und menschliche Aspekte zu kurz, Patienten fühlen sich häufig abgefertigt und nicht gründlich untersucht – oder bekommen gar keinen Termin.
Selbstverständlich stehe ich Ihnen auch als gesetzlich versichertem Patienten sehr gerne zur Verfügung, denn gerade Sie sind es, die am meisten unter terminlichen Engpässen im derzeitigen ambulanten Versorgungssektor leiden müssen. Die Behandlungskosten müssen Sie in diesem Fall selbst tragen, da die GKV im Regelfall diese nicht übernimmt. Dafür erhalten Sie bei mir aber Zeit und Premium-Diagnostik.
Nein, Sie brauchen keinen Überweisungsschein, sondern können Ihren Termin ganz bequem direkt buchen.
Aktuell liegt mein Fokus auf einer gründlichen kardiologischen Check-Up-Untersuchung (Details siehe hier). Die bestmögliche Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen – auch im jungen Alter schon – ist eine der wichtigsten medizinischen Themenfelder. Hier sind fachliche Gründlichkeit, menschliche Gewissenhaftigkeit und gezielte Diagnostik mit exzellenter Technik gefragt – und das alles biete ich Ihnen gerne aus Überzeugung! Künftig wird mein angebotenes Leistungsspektrum noch weiter ausgebaut Richtung hausärztliche und internistische High-Class-Vollversorgung.
Seit April 2026 biete ich neben dem kardiologischen Check-Up ebenfalls auf Selbstzahlerbasis Polygrafien zum Schlafapnoe-Screening an, Termine sind zeitnah verfügbar und über Doctolib buchbar.
Meine Vision ist Top-Medizin in der Grundversorgung!
Eindeutige Antwort: Ja – jeder jüngere Patient oder vor allem auch solche, die sportlich aktiv sind, familiär vorbelastet sind und/oder unter chronischem Stress stehen, sollten das Thema Herzvorsorge aktiv angehen. Die Dynamik von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird häufig unterschätzt; auch jüngere Patienten können Schlaganfälle, Herzinfarkte, Herzrhythmusstörungen und eine unentdeckte Herzschwäche erleiden!
Schnelle unkomplizierte Terminvergabe, faktisch keine Wartezeit, Ruhe und Zeit beim Termin, eine vertrauensvolle Atmosphäre und gründliche Diagnostik Ihres Herz-Kreislauf-Systems mit niedrigschwelligem Zugang zu High-End-Gerätschaften. Im Nachgang der Untersuchung erhalten Sie wenige Tage nach dem Termin einen ausführlichen schriftlichen Befundbericht von mir, den Sie ggf. ärztlichen Kollegen vorlegen können.
Die Terminbuchung erfolgt online über meine Homepage oder über Doctolib. Dort ist auch mein ärztliches Profil mit Terminbuchungszeiten hinterlegt, das Sie sich gerne in Ruhe anschauen können, wenn Sie „Petro Bannout“ dort suchen. Bei der Buchung erhalten Sie Zugriff auf einen Patientenstammblatt und den Behandlungsvertrag, den Sie in Ruhe durchlesen können – und dann sehen wir uns auch schon beim von Ihnen gewählten Termin. Im Regelfall erhalten Sie innerhalb von 3–7 Tagen einen Termin.
Kein Problem, über meine hier angegebene Kontaktadresse (Tel.: 0821/81563979, Rückruf binnen 24 Stunden oder E-Mail: info@privatpraxis-bannout.de, Antwort noch am selben Tag) können Sie Ihren Termin wieder absagen oder ggf. verlegen. Auch über Doctolib selbst können Sie im Patientenkontakt Kontakt zu mir aufnehmen. Sie können mich aber auch gerne für Fragen rund um meine Praxis und mein Leistungsangebot kontaktieren!
Bluthochdruck / hoher Blutdruck
Es existiert kein fixer verbindlicher Zahlenwert, ab dem ein erhöhter Blutdruck pauschal betrachtet schädlich ist. Man kann sich als Faustregel merken: Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck > 140/90 mmHg hat ein statistisch eindeutig erhöhtes Risiko, sowohl Herz, Gehirn, Nieren und Blutgefäße zu belasten und zu schädigen. Unbehandelt steigt das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche und Nierenschäden. Besonders problematisch ist, dass Bluthochdruck häufig über viele Jahre keine Beschwerden verursacht und deshalb oft unbemerkt bleibt. Bereits leicht erhöhte Werte können langfristig Schäden verursachen. Deshalb sollte ein erhöhter Blutdruck ärztlich abgeklärt und – falls erforderlich – behandelt werden.
Ein einzelner erhöhter Blutdruckwert bedeutet nicht automatisch, dass eine Bluthochdruckerkrankung vorliegt. Stress, Schmerzen, körperliche Anstrengung, Schlafmangel, Koffein oder Nikotin können den Blutdruck vorübergehend ansteigen lassen. Bleiben die Werte jedoch wiederholt erhöht oder treten zusätzliche Beschwerden wie Brustschmerzen, Ohrensausen, Kopfschmerzen oder Luftnot auf, sollte die Ursache ärztlich untersucht werden. Neben einer primären Hypertonie können auch hormonelle Erkrankungen, Nierenerkrankungen oder bestimmte Medikamente verantwortlich sein.
In den meisten Fällen handelt es sich um eine primäre (essenzielle) Hypertonie. Das bedeutet, dass kein einzelner Auslöser für den Bluthochdruck verantwortlich ist. Vielmehr entwickelt er sich schleichend über viele Jahre. Mit zunehmendem Alter verlieren die Blutgefäße an Elastizität und werden steifer. Dadurch muss das Herz einen höheren Druck aufbauen, um das Blut durch den Körper zu pumpen. Eine erbliche Veranlagung, Übergewicht, Bewegungsmangel, hoher Salzkonsum, chronischer Stress oder regelmäßiger Alkoholkonsum können diesen natürlichen Alterungsprozess zusätzlich beschleunigen.
Deutlich seltener liegt eine sekundäre Hypertonie vor. Dabei ist der Bluthochdruck die Folge einer anderen, häufig behandelbaren Erkrankung – beispielsweise einer Nierenerkrankung, einer hormonellen Störung oder einer Schlafapnoe mit nächtlichen Atemaussetzern.
Ziel der ärztlichen Abklärung ist es, zwischen einer primären und einer sekundären Hypertonie zu unterscheiden, mögliche Folgeschäden frühzeitig zu erkennen und das individuelle Herz-Kreislauf-Risiko realistisch einzuschätzen.
Welche Untersuchungen notwendig sind, hängt von der individuellen Situation ab. Häufig gehören dazu wiederholte Blutdruckmessungen oder eine 24-Stunden-Blutdruckmessung, ein Ruhe-EKG sowie Blut- und Urinuntersuchungen. Ergänzend können eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie), eine Untersuchung der Halsschlagadern sowie – bei entsprechenden Beschwerden – weitere diagnostische Verfahren sinnvoll sein. So lässt sich beurteilen, ob bereits Folgeschäden bestehen oder eine behandelbare Ursache vorliegt.
Ja. Schlechter oder zu kurzer Schlaf kann den Blutdruck dauerhaft erhöhen. Während eines erholsamen Schlafes sinkt der Blutdruck normalerweise ab. Wird dieser natürliche Erholungsmechanismus gestört, bleibt das Herz-Kreislauf-System dauerhaft stärker belastet. Besonders chronischer Schlafmangel oder häufiges nächtliches Erwachen können langfristig zur Entstehung oder Verschlechterung eines Bluthochdrucks beitragen.
Ja. Eine obstruktive Schlafapnoe gehört zu den häufigen Ursachen eines schwer einstellbaren Bluthochdrucks. Wiederholte Atemaussetzer führen nachts zu Sauerstoffmangel und einer Aktivierung des Stresssystems. Dadurch steigt der Blutdruck dauerhaft an und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nimmt zu. Besonders bei lautem Schnarchen, beobachteten Atemaussetzern oder ausgeprägter Tagesmüdigkeit sollte eine Schlafapnoe ausgeschlossen werden. Eine ambulante Polygrafie kann dabei häufig bereits wichtige Hinweise liefern.
Wenn der Blutdruck trotz Behandlung erhöht bleibt, gibt es verschiedene mögliche Ursachen. Häufig sind die Medikamente oder deren Dosierung noch nicht optimal abgestimmt. Auch eine unregelmäßige Einnahme, Übergewicht, hoher Salzkonsum oder bestimmte Medikamente können den Therapieerfolg beeinträchtigen. Darüber hinaus sollten behandelbare Ursachen wie eine Schlafapnoe, Nierenerkrankungen oder hormonelle Störungen ausgeschlossen werden. Eine strukturierte internistische Abklärung hilft dabei, die Ursache zu finden und die Behandlung gezielt anzupassen.
Herzinfarkt / Herzinfarkt-Risiko
Das Herzinfarktrisiko lässt sich nicht mit einer einzigen Untersuchung bestimmen. Vielmehr werden verschiedene Risikofaktoren gemeinsam bewertet. Dazu gehören unter anderem Alter, Blutdruck, Cholesterinwerte, Diabetes, Rauchen, Übergewicht, familiäre Vorbelastung sowie der persönliche Lebensstil. Ergänzend können Untersuchungen wie ein Ruhe-EKG, eine Echokardiographie oder – je nach individueller Fragestellung – eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern (Carotis-Duplex) sinnvoll sein. Ziel ist es, Ihr persönliches Herz-Kreislauf-Risiko möglichst genau einzuschätzen und gegebenenfalls frühzeitig vorbeugende Maßnahmen einzuleiten.
Ein Herzinfarkt lässt sich leider nicht mit Sicherheit vorhersagen. Viele Herzinfarkte entstehen, wenn eine Gefäßablagerung (Plaque) plötzlich aufreißt und sich ein Blutgerinnsel bildet, das ein Herzkranzgefäß verschließt.
Dennoch kann das persönliche Herzinfarktrisiko gut eingeschätzt werden. Im Rahmen einer kardiologischen Untersuchung werden Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, Rauchen oder eine familiäre Vorbelastung erfasst. Ergänzend können EKG, Echokardiographie und – je nach Fragestellung – eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern Hinweise auf bereits bestehende Herz- oder Gefäßveränderungen liefern. Die Echokardiographie ermöglicht beispielsweise die Beurteilung der Herzfunktion, der Herzklappen und möglicher Wandbewegungsstörungen als Hinweis auf bereits stattgehabte oder relevante Herzerkrankungen.
Je früher Risikofaktoren erkannt und konsequent behandelt werden, desto größer ist die Chance, einem Herzinfarkt wirksam vorzubeugen.
Eine kardiologische Untersuchung ist sinnvoll, wenn Beschwerden wie Brustschmerzen, Luftnot, Herzstolpern, Schwindel oder verminderte Belastbarkeit auftreten. Aber auch Menschen ohne Beschwerden können von einer Vorsorgeuntersuchung profitieren – insbesondere bei Bluthochdruck, Diabetes, erhöhten Cholesterinwerten, Rauchen oder einer familiären Vorbelastung mit Herzinfarkt oder plötzlichem Herztod in jungen Jahren. Ziel ist es, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen möglichst zu verhindern.
Ja. Ein Herzinfarkt bei nahen Angehörigen, insbesondere in jüngerem Lebensalter (Männer unter 55 Jahren, Frauen unter 65 Jahren), kann auf ein erhöhtes erbliches Risiko hinweisen. In solchen Fällen empfiehlt sich eine frühzeitige kardiovaskuläre Risikoanalyse. Neben Blutdruck und Cholesterinwerten spielen auch familiäre Fettstoffwechselstörungen, Lipoprotein(a) sowie weitere Risikofaktoren eine wichtige Rolle. Je früher ein erhöhtes Risiko erkannt wird, desto gezielter kann ihm vorgebeugt werden.
Ja. Dauerhafter Stress und chronischer Schlafmangel können den Blutdruck erhöhen, Entzündungsprozesse fördern und den Stoffwechsel ungünstig beeinflussen. Dadurch steigen langfristig auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinfarkte. Besonders ungünstig ist die Kombination aus Stress, Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung und Schlafstörungen. Auch eine unbehandelte Schlafapnoe kann das Herz zusätzlich belasten und sollte bei entsprechenden Beschwerden abgeklärt werden.
Herzerkrankungen können sich sehr unterschiedlich äußern. Typische Warnzeichen sind belastungsabhängige Brustschmerzen oder ein Druck- beziehungsweise Engegefühl im Brustkorb, Luftnot, eine ungewohnte Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit, Herzstolpern, Schwindel oder kurze Bewusstlosigkeiten. Bei Frauen, älteren Menschen und Diabetikern können die Beschwerden auch untypisch sein und sich beispielsweise nur durch Luftnot, Übelkeit oder ausgeprägte Erschöpfung bemerkbar machen. Treten plötzlich starke Brustschmerzen auf, die länger als wenige Minuten anhalten oder in Arm, Schulter, Rücken, Hals oder Unterkiefer ausstrahlen, sollte umgehend der Notruf 112 verständigt werden.
Schlaganfall / Schlaganfall-Risiko
Ein erhöhtes Schlaganfallrisiko verursacht meist keine Beschwerden. Deshalb bleiben wichtige Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte oder Gefäßveränderungen oft über viele Jahre unbemerkt. Das persönliche Schlaganfallrisiko lässt sich jedoch durch eine gezielte ärztliche Untersuchung gut einschätzen. Dabei werden neben Ihrer Krankengeschichte und den klassischen Risikofaktoren auch mögliche Hinweise auf bereits bestehende Gefäßveränderungen berücksichtigt. Ziel ist es, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und zu behandeln – lange bevor ein Schlaganfall überhaupt entsteht.
Ja. Die meisten Schlaganfälle entstehen nicht plötzlich aus dem Nichts, sondern sind die Folge von über Jahre bestehenden Gefäßerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Risikofaktoren. Eine konsequente Behandlung von Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes und Herzrhythmusstörungen sowie der Verzicht auf Rauchen können das Schlaganfallrisiko deutlich senken. Je früher Risikofaktoren erkannt werden, desto größer sind die Möglichkeiten einer wirksamen Vorbeugung.
Die wichtigste Untersuchung ist die Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern (Carotis-Duplexsonographie). Sie ermöglicht es, Gefäßverkalkungen (Atherosklerose), Plaques und relevante Verengungen der Halsschlagadern schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung darzustellen. Darüber hinaus liefert sie wichtige Hinweise auf den allgemeinen Zustand Ihrer Blutgefäße und hilft dabei, Ihr individuelles Herz-Kreislauf-Risiko besser einzuschätzen.
Eine Untersuchung der Halsschlagadern kann sinnvoll sein, wenn mehrere Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen vorliegen – beispielsweise Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, Rauchen oder eine familiäre Vorbelastung mit Herzinfarkt oder Schlaganfall. Auch nach einer vorübergehenden Sprachstörung, Lähmung oder Sehstörung sollte die Halsschlagader zeitnah untersucht werden. Ob eine Carotis-Duplexsonographie im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet sich anhand des individuellen Risikoprofils.
Ja. Bluthochdruck ist der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor für einen Schlaganfall. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck schädigt die Blutgefäße und begünstigt sowohl Gefäßverkalkungen als auch Gefäßverschlüsse oder Hirnblutungen. Das Gute ist: Eine konsequente Blutdruckeinstellung gehört zu den wirksamsten Maßnahmen, um das Schlaganfallrisiko langfristig zu senken.
Ein erhöhtes Schlaganfallrisiko selbst macht meist keine Beschwerden. Vorübergehende Lähmungen, Sprachstörungen, Sehstörungen oder Taubheitsgefühle können jedoch Ausdruck einer sogenannten transitorisch ischämischen Attacke (TIA) sein – einer kurzfristigen Durchblutungsstörung des Gehirns. Eine TIA ist ein medizinischer Notfall und sollte immer sofort abgeklärt werden, da sie häufig ein Warnsignal für einen drohenden Schlaganfall darstellt. Treten solche Beschwerden auf, sollte unverzüglich der Notruf 112 verständigt werden.
Ja, insbesondere wenn nahe Angehörige bereits in jüngerem Lebensalter einen Schlaganfall erlitten haben. Häufig liegt nicht eine einzelne vererbte Erkrankung zugrunde, sondern eine familiäre Häufung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder einer erhöhten Lipoprotein(a)-Konzentration. Eine frühzeitige internistisch-kardiovaskuläre Risikoanalyse kann helfen, solche Risikofaktoren rechtzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. Ziel ist es nicht, einen Schlaganfall vorherzusagen, sondern die Wahrscheinlichkeit seines Auftretens durch konsequente Prävention möglichst gering zu halten.
Schlafprobleme / nicht erholsamer Schlaf
Wer trotz ausreichender Schlafdauer morgens regelmäßig erschöpft aufwacht, sollte der Ursache auf den Grund gehen. Häufig liegt kein Schlafmangel, sondern eine verminderte Schlafqualität vor. Eine der häufigsten Ursachen ist die obstruktive Schlafapnoe (OSAS), bei der es nachts wiederholt zu Atemaussetzern kommt. Dadurch wird der Schlaf immer wieder unbemerkt unterbrochen, sodass sich Gehirn und Körper nicht ausreichend erholen können.
Auch Alkohol am Abend kann die Schlafqualität erheblich verschlechtern. Er erleichtert zwar häufig das Einschlafen, entspannt jedoch gleichzeitig die Muskulatur der oberen Atemwege und kann dadurch Schnarchen und Atemaussetzer deutlich verstärken. Menschen mit einer bislang unentdeckten Schlafapnoe berichten deshalb nicht selten, dass sie sich nach bereits kleinen Alkoholmengen am nächsten Morgen ungewöhnlich erschöpft fühlen oder den Eindruck haben, stärker „verkatert“ zu sein, als es die konsumierte Alkoholmenge eigentlich erwarten ließe.
Schlafstörungen können viele Ursachen haben. Häufig spielen Stress, innere Unruhe, Schmerzen oder ungünstige Schlafgewohnheiten eine Rolle. Daneben kommen körperliche Ursachen wie Schilddrüsenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder nächtliche Atemstörungen infrage.
Besonders häufig wird eine Schlafapnoe übersehen. Betroffene schlafen oft viele Stunden, erreichen jedoch aufgrund wiederholter Atemaussetzer keinen erholsamen Schlaf. Ziel einer ärztlichen Abklärung ist es, zwischen harmlosen Ursachen und behandlungsbedürftigen Erkrankungen zu unterscheiden.
Kurzes Erwachen während der Nacht ist grundsätzlich normal. Kommt es jedoch regelmäßig zu häufigen Wachphasen oder haben Sie morgens das Gefühl, kaum geschlafen zu haben, sollte die Ursache abgeklärt werden.
Neben Stress, Schmerzen, Harndrang oder Sodbrennen können auch nächtliche Atemstörungen verantwortlich sein. Besonders wenn lautes Schnarchen, beobachtete Atemaussetzer oder morgendliche Müdigkeit hinzukommen, sollte an eine Schlafapnoe gedacht werden.
Ja. Herz-Kreislauf-Erkrankungen können den Schlaf beeinträchtigen. Umgekehrt kann ein dauerhaft gestörter Schlaf auch Herz und Gefäße erheblich belasten.
Eine unbehandelte Schlafapnoe erhöht nachweislich das Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche sowie Herzinfarkt und Schlaganfall. Umgekehrt leiden viele Menschen mit Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen gleichzeitig an einer bislang unerkannten Schlafapnoe. Deshalb sollte bei entsprechenden Beschwerden immer auch an einen Zusammenhang zwischen Schlaf und Herz-Kreislauf-System gedacht werden.
Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn Schlafprobleme über mehrere Wochen bestehen oder die Tagesleistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt ist. Warnzeichen sind insbesondere:
– lautes oder unregelmäßiges Schnarchen
– beobachtete Atemaussetzer im Schlaf
– ausgeprägte Tagesmüdigkeit
– morgendliche Kopfschmerzen
– Konzentrationsstörungen
– unruhiger Schlaf mit häufigem Erwachen
Auch bei Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Übergewicht oder einer familiären Belastung kann eine Schlafapnoe die Ursache sein. Mit einer ambulanten Polygrafie lässt sich unkompliziert untersuchen, ob nächtliche Atemstörungen vorliegen.
Ja. Während eines gesunden Schlafes sinken Blutdruck und Herzfrequenz normalerweise ab. Diese nächtliche Erholungsphase ist wichtig für Herz und Gefäße.
Bei chronischem Schlafmangel oder einer unbehandelten Schlafapnoe bleibt diese Blutdrucksenkung häufig aus. Stattdessen kommt es durch die wiederholten Atemaussetzer immer wieder zu Stressreaktionen mit Sauerstoffmangel und einer Aktivierung des Nervensystems. Langfristig kann dadurch ein Bluthochdruck entstehen oder ein bereits bestehender Bluthochdruck deutlich schwerer behandelbar werden.
Wer sich trotz ausreichender Schlafdauer dauerhaft erschöpft fühlt, sollte dies ärztlich abklären lassen. Nicht die Anzahl der Schlafstunden ist entscheidend, sondern deren Qualität.
Je nach Beschwerden können eine internistische Untersuchung, Laboruntersuchungen oder eine ambulante Schlafdiagnostik sinnvoll sein. Wird beispielsweise eine Schlafapnoe erkannt und behandelt, bessern sich bei vielen Betroffenen nicht nur Müdigkeit, Konzentration und Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig können auch Blutdruck, Herz-Kreislauf-Belastung und das langfristige Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall positiv beeinflusst werden.
Deshalb ist die Abklärung von Schlafstörungen nicht nur eine Frage des Wohlbefindens, sondern häufig auch ein wichtiger Baustein der kardiovaskulären Prävention.
